Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Im heutigen China sind Akupunktur und traditionelle chinesische Medizin etablierte Bestandteil der modernen medizinischen Versorgung und werden parallel eingesetzt. Während die jahrtausendealte traditionelle chinesische Medizin tief in der chinesischen Kultur verwurzelt ist, hat die westliche Medizin insbesondere in den letzten 150 Jahren in China erheblich an Bedeutung dazu gewonnen.



Ärzte können Fortbildungskurse besuchen und auf diesem Wege die Zusatzbezeichnung Akupunktur erhalten. Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin sind solche Kurse allerdings nicht geeignet, fundierte Einsicht in die Akupunktur oder praktische Erfahrungen zu erlangen. Bei Heilpraktikern gibt es zudem keinen einheitlichen Standard, der die Ausbildung zum Akupunkteur regelt.



Risiken und Nebenwirkungen der Akupunktur

Schmerzempfinden

Die Akupunktur ist praktisch frei von Risiken und Nebenwirkungen, wenn sie professionell durchgeführt wird. Lediglich an der Einstichstelle kann eventuell ein kleiner Bluterguss entstehen. Die modernen Nadeln sind aus chirurgischem Stahl gefertigt und deutlich feiner und weniger schmerzhaft als beispielsweise Spritzen. In meiner Praxis werden ausschließlich Einmalnadeln verwendet, so dass ein Infektionsrisiko für den Patienten ausgeschlossen ist.


Selbst Kinder im Grundschulalter können in der Regel mit den normalen Nadeln akupunktiert werden. Bei der Akupunktur ist es wichtig, dass sich der Therapeut immer auf das individuelle Schmerzempfinden der Patienten einstellen muss. Sollten Sie während der Behandlung in meiner Akupunktur-Praxis in Bonn allerdings Schmerzen fühlen oder ein allgemeines Unwohlsein empfinden, können die Nadeln sofort wieder entfernt werden.



Das ist der große Vorteil gegenüber einem Medikament, das - einmal eingenommen oder gespritzt - bei einer unerwünschten Reaktion nicht wieder aus dem Körper entfernt werden kann. Oftmals bietet sich die Akupunktur gerade dann als die Therapie der Wahl an, wenn die schulmedizinische Therapie wegen eines zu hohen Risikos oder Nebenwirkungen nicht angewandt werden soll. Typisch sind operative Eingriffe bei älteren oder geschwächten Patienten oder auch die Behandlung von schwangeren oder stillenden Frauen.



Die Akupunkturpunkte

Die Wirksamkeit der Akupunktur

Die Akupunkturpunkte liegen auf sogenannten Meridianen an der Oberfläche des Körpers. Über diese Meridiane werden die Akupunkturpunkte mit den Organen verbunden. Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin ist die Philosophie von Yin/Yang und den fünf Elementen.


Auch aus naturwissenschaftlicher Sicht wurde die Wirkung der Akupunktur inzwischen untersucht. Es gibt verschiedene Erklärungsmodelle. Danach hilft Akupunktur, da die Nerven, die auf die Nadelstiche reagieren, gleichzeitig die Weiterleitung von Schmerzreizen unterdrücken. Eine andere Theorie hat festgestellt, dass bei einer Akupunkturbehandlung Endorphine, die sogenannten Glückshormone, im Gehirn ausgeschüttet werden und auf diesem Wege einen Heilungsprozess in die Wege leiten. Eine universelle Erklärung dafür, wie die Akupunktur funktioniert, gibt es noch nicht.

Die Wirksamkeit der Akupunktur wurde inzwischen in vielen Studien nachgewiesen und immer mehr Krankenkassen übernehmen daher die Kosten der Behandlung gerade zur Behandlung von Rückenschmerzen und Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose).